Die Sommer werden heißer – und Hitzewellen treten häufiger und intensiver auf. Für viele Menschen ist das unangenehm. Für Menschen mit Behinderung können hohe Temperaturen jedoch eine besondere gesundheitliche Belastung darstellen. Deshalb ist uns eines besonders wichtig: Wir schaffen einen wirksamen Hitzeschutz – pragmatisch, nachhaltig und kreativ.
Früher spielte Hitzeschutz beim Bauen noch eine deutlich geringere Rolle als heute. Große, häufig dunkel gedeckte Dachflächen speichern Wärme
Viele Gebäude liegen in Industriegebieten mit einem hohen Anteil versiegelter Flächen. Diese speichern die Sonnenenergie zusätzlich und geben sie bis in die Abendstunden wieder ab. Das hat zur Folge, dass selbst nach Feierabend die Gebäude kaum auskühlen können.
Hinzu kommt die Wärmeentwicklung durch Maschinen und technische Anlagen in unseren Arbeitsbereichen.
Gerade Menschen mit Behinderung reagieren häufig empfindlicher auf große Hitze. Je nach Beeinträchtigung können die Temperaturregulation des Körpers, die Wahrnehmung von Durst oder die Fähigkeit, sich selbst ausreichend zu schützen, eingeschränkt sein. Auch bestimmte Medikamente können die Belastbarkeit bei hohen Temperaturen reduzieren. Deshalb ist Hitzeschutz in unserer Werkstatt ein wichtiger Beitrag zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Bereits jetzt setzen wir z.B. in der Martin-Luther-King-Werkstatt in Kamen zahlreiche Maßnahmen um, die schnell Wirkung zeigen:
- Sonnenschutzfolien an Fenstern reduzieren die Aufheizung der Räume.
- die nachgerüsteten Jalousien an den Oberlichtern (insges. 250qm) reduzieren die Aufheizung der Räume
- Wasservernebelungsanlagen an den Außenfassaden sorgen für eine angenehme Abkühlung
- Arbeitszeiten werden – wo möglich – an die kühleren Morgenstunden angepasst, beispielsweise im Garten- und Landschaftsbau
- Kühlwesten unterstützen Beschäftigte bei besonders körperlich anstrengenden Tätigkeiten
- Zusätzliche Erholungspausen und besondere Aktionen helfen dabei, die körperliche Belastung zu reduzieren
- Eine kontinuierliche Versorgung mit ausreichend Trinkwasser ist selbstverständlich.
- die zusätzlich aufgestellten Ventilatoren in den Arbeitsbereichen verbessern die Luftzirkulation
- das gezielte Lüften in den frühen Morgenstunden (Öffnen von Fenstern und Dachluken), um die Gebäude vor Beginn der Tageshitze möglichst herunterzukühlen
- Betriebsschließung in den Sommermonaten
Und weil Gesundheit und Lebensfreude zusammengehören, darf auch der Spaß nicht fehlen:
Gemeinsam geplante Wasserschlachten auf unserem Außengelände sorgen für Abkühlung, Bewegung und viele fröhliche Momente.
Unser Ziel ist klar: Ein wirksamer Hitzeschutz für unsere Beschäftigten.
Dort, wo wir heute schon etwas verbessern können, handeln wir sofort.
Denn gute Arbeit gelingt nur dort, wo Menschen gesund bleiben und sich wohlfühlen.
